Sarahs Geburtstags-Wochenende in Acapulco =)
...damit es noch deutlicher wird ein Video vom Sprung - ich war zu nervös zum Filmen ;) also nicht von mir aufgenommen.
...sondern von "Bjou" und unter folgendem Link im Original... http://www.youtube.com/watch?v=YF0WWS_GzRc&feature=related
New York - Teil 2
...die ersten paar Tage New York
noch mehr Tiere ;-)
Das Elefantenweisenhaus "Sheldrick's" wurde vor ca. 60 Jahren gegruendet und beherbergt Elefantenkinder zwischen 2 Monaten und 1,5 Jahren, deren Muetter zu meist in den Nationalparks von Wilderern getoetet wurden. Die Babyelefanten bekommen alle 3 Stunden Menschenbaby-Nahrung aus der Flasche. Die groesseren trinken auch schon Wasser und knabbern an Zweigen... Eine Stunde am Tag sind die Elefanten in einem freigelaende das fuer Besucher zugaenglich ist. Ansonsten verbringen sie ihren Tag auf einem 3ha grossen Areal. Ziel ist es sie wieder auszuwildern. Ob das allerdings mit soviel menschlichem Kontakt gelingen kann ist mir persoenlich schleierhaft...
...in der Masai Mara und auf dem Weg durch Kenia
Schoen durch Fussball
20 Maedchen spielen Fussball auf einer huegeligen "Wiese" mitten im Slum. Sie teilen sich 8 Paar Schuhe, fast jede hat zumindestens einen Schuh - fuer den Fuss mit dem sie schiesst, oder auch als Statussymbol. Voellig egal ob der Schuh passt oder nicht, hauptsache Schuh.
Ein Paar gebrauchte Fussballschuhe kostet 5 Euro, das ist mehr als die woechentlichen Einnahmen vieler Familien. Der Monatsverdienst eines Waechters in der deutschen Botschaft liegt bei 80 Euro, viele der Menschen die hier arbeiten versorgen die ganze Verwandtschaft mit. Schuhe zu besitzen ist keine Selbstverstaendlichkeit, nicht mal Flipflops (Kosten 1 Euro).
Das Mbemba (= schoene Person) Projekt, welches ich am Samstag in einem Slum im Sueden der Stadt besucht habe, ist ein Aufklaerungsprojekt fuer Maedchen zwischen 11 und 16 Jahren. Fussball fuer's Selbstbewusstsein, verbunden mit Sexualkunde und kostenlosen Binden.
Binden, weil sie wie alle westlichen Produkte teuer sind (ca. 3 Euro fuer die billigsten 20er Packs) und somit unerschwinglich, wenn man als Familie von weniger als einem Euro am Tag lebt. Wenn die Maedchen ihre Tage haben, bleiben sie zu Hause. Ohne Binden koennen sie weder in die Schule noch arbeiten oder zum Fussballtraining.
Vergewaltigungen, ungewollte Schwangerschaften, illegale Abtreibungen mit Todesfolge und HIV sind Teil des Lebensalltags dieser Maedchen. Jede hat Freundinnen verloren oder Verwandte die betroffen sind. Ueber sich selbst sprechen die Maedchen nicht - jedenfalls nicht in Gegenwart einer Msungu (=weisse Person).
Das Projekt bietet ihnen Fussballtraining und Aufklaerung gleichzeitig. Es soll das Selbstbewusstsein staerken und bildet aeltere Maedchen zu Multiplikatorinnen aus. Aber natuerlich stellte sich mir als erstes die Frage, ob Geld fuer Baelle, Schuhe und einen Trainer gut angelegt ist, wenn die Kinder an dem Tag noch nichts, oder nur etwas Obst gegessen haben.
In dem Slum in dem wir waren ist der Lebensstandard sehr unterschiedlich. Haeuser aus Stein sind ebenso vorhanden wie zeltaehnliche Gebilde aus Stoecken und Plastiktueten. Der Fussballtrainer bei dem wir zum Mittagessen eingeladen waren hat Arbeit, seine Frau auch gelegentlich. Sie leben mit einem Baby auf ca. 7 qm in einer Huette aus Holz und Wellblech. Sie haben ein kleines Stueck Gruenland (ohne Schatten, ohne Wasser = knochentrocken) und gehoeren damit zu den besser gestellten. Stolz luden sie mich in ihre Huette ein, die innen aus einem Sofa, einem Bett und einem Gaskocher besteht. Wasser holen sie aus einem einzelnstehenden Wasserhahn - in Schalen, Kanistern und allem was greifbar ist. Wenn es keine "grossen" Kinder (so ab 4) gibt, sind die Frauen fuer's Wasserholen zustaendig. Am Tag geben sie ca. 50 cent fuer "sauberes" Wasser aus - mehr als die Haelfte ihrer gesamten Einkuenfte. Waeren sie an die staedtische Wasserversorgung angeschlossen muessten sie nicht die Wucherpreise am Wasserkiosk zahlen. Wenn das Geld nicht fuer Trinkwasser reicht, holen sie Wasser aus dem braunen, stinkenden Fluss der mitten durch den Slum "fliesst" und filtern es.
Auf Grund der derzeitigen Duerre in Kenia (die kleine Regenzeit im Dezember ist ausgeblieben) haben viele Menschen nur noch Geld fuer eine Malzeit am Tag. Reis, gewuerzt mit Currz, Kardamon und Zimt ist sehr typisch, genau wie Ugali, ein relativ geschmackloser Klos aus Maismehl und Wasser, der mit scharfer roter Sauce serviert wird. Zu besonderen Anlaessen gibt es Gemuese-Fleisch "Stew" und Weiskohl Salat zum Reis - so wie vorgestern, weil Besuch (die NGO Verantwortliche und ich) da war. Getrunken wird Wasser.
Das Projekt Mbemba gibt es seit einem halben Jahr, die meisten Maedchen spielen noch auf F Jugend Niveau (= alle dahin, wo der Ball ist) und tun sich schwer mit Kopfbaellen und Ball stoppen. Vorgestern war ein eintaegiges Trainingslager, bei dem wir ein paar Stunden zugeguckt haben. Bei 25-30 Grad haben die Maedchen den ganzen Tag trainiert und Gespraechsrunden gehabt. Ziel ist es in drei Wochen das erste Mal an einem Tunier teilnehmen zu koennen. Bisher haben sie allerdings erst 5 gleiche Trikots (Arsenal London). Um antreten zu duerfen brauchen alle 7 Spielerinnen eins. Schuhe sind keine Voraussetzung.
Langata Giraffen Zentrum
Das Langata Giraffen Zentrum im Westen von Nairobi liegt in der Naehe eines kleinen Orts namens Karen auf dem sogenannten Giraffe Manor ock and Betty Leslie-Melville, die seit den 70ern Versuchen die Rothschild's Giraffen vor dem Aussterben zu retten. Als sie begonnen gab es noch 37 in Kenia, heute sind es wieder ueber 500, die in vier verschiedene Parks ausgegliedert wurden.
Die Anreise, obwohl insgesamt vielleicht 15km weit, dauerte gut 2 Stunden mit Matatu (der bereits erwaehnte, schrottige Kleinbus) inklusive Umsteigen am Busbahnhof. Die Matatus kosten ca. 30cent pro Fahrt und fahren los sobald sie voll sind. Wenn man am Strassenrand einsteigen will winkt man einfach und auch das Aussteigen geschieht auf Zuruf.
Weit und breit waren wir die einzigen Weissen in der Innenstadt, z.T. schon ein komisches Gefuehl, weil alle auf dich einreden (auf Swaheli) und Kinder wie Trauben hinter einem herlaufen und betteln.
Das Giraffen Zentrum selbst besteht aus einem grossen Gelaende auf dem die Giraffen sich frei bewegen koennen und einem kleinen Hochsitz, von dem aus man versuchen kann, sie zum Fuettern anzulocken. Das Maul der Giraffe fuehlt sich an wie beim Pferd, sehr weiche Lippen... allerdings ist die Zunge recht scharfkantig (zum Blaetter rumpfen) und wie ihr auf dem Foto seht auch spitz...

